Zahl der Einbrüche gesunken




Zum ersten Mal innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland leicht gesunken.
140.000 versicherte Wohnungseinbrüche wurden den Hausratversicherern im Jahr 2016 gemeldet.

Im Vergleich zu 2015 ist dies ein Rückgang um rund 10 Prozent. Insgesamt leisteten die Hausratversicherer für Schäden durch Einbruch 470 Millionen Euro an ihre Kunden.

Im Durchschnitt kostet ein Einbruch 3.250 Euro


Diebe haben es auf technische Geräte, wie Handys oder Tablet-
Computer, sowie auf Bargeld und Schmuck abgesehen. Technische
Geräte sind deshalb so beliebt bei Dieben, da sie leicht zu transportiereren
und zu verkaufen sind.

Gleichzeitig haben sie noch einen
hohen Wiederverkaufswert. Und in den meisten Haushalten
werden Diebe auch fündig. Versichert ist der Einbruchdiebstahl in
der Hausratversicherung.

Im Jahr 2016 betrug der durchschnittliche Schaden eines Einbruchs 3.250 Euro und liegt damit 100
Euro unter dem des Vorjahres.

Umfrage „Wohnsicherheit und Einbruchdiebstahl“

Umfrage „Wohnsicherheit und Einbruchdiebstahl“

Die zentralen Ergebnisse

1 Mehr Angst vor Einbrüchen

In der Bevölkerung ist die Angst vor einem Einbruch groß. Fast 80 Prozent meinen, dass das Risiko, generell Opfer eines Einbruchs zu werden, in den letzten fünf Jahren gestiegen ist.

Etwa jeder Dritte gibt an, persönlich große Angst vor einem Einbruch zu haben (35 %), 2005 waren es noch 28 Prozent.

2 Eigenes Einbruchrisiko unterschätzt

Jeder Zehnte stuft seine eigene Wohnung aufgrund der Lage oder baulicher Gegebenheiten als besonders gefährdet ein. Jeder Dritte gibt an, dass in seiner Gegend in der letzten Zeit schon einmal eingebrochen wurde.

Das eigene Risiko, selbst Opfer eines Einbruchs zu werden, wird jedoch häufig unterschätzt. Diejenigen, die ein Haus bewohnen (54 %), vertrauen beim Einbruchschutz doppelt so häufig auf ihre beschauliche und ruhige
Wohnlage mit aufmerksamen Nachbarn als diejenigen, die in einer Wohnung wohnen (27 %).

3 Entscheidende Sicherung vernachlässigt

Beim zusätzlichen Schutz gegen Einbrecher vertrauen die meisten auf Rollläden an den Fenstern (56 %) und Bewegungsmelder im Außenbereich (46 %).

Mechanische Sicherung wird hingegen vernachlässigt: Abschließbare Fenstergriffe gehörten nur bei jedem Vierten zur Ausstattung, und nur bei jedem Fünften waren die Balkon- oder Terrassentür zusätzlich gesichert.

Keine große Rolle beim Einbruchschutz spielen zurzeit Smarthome-Systeme.

4 Investition in Sicherheitstechnik wird vernachlässigt

Insgesamt fühlt sich nur etwa die Hälfte der Befragten (55 %) in den eigenen vier Wänden ausreichend gesichert. Das trifft auf 62 % der Frauen und auf knapp die Hälfte der Männer zu (48 %).

Fast die Hälfte derjenigen, die zur Miete wohnen, möchte nicht in fremdes Eigentum investieren. Erst mit zunehmendem Alter nimmt diese Bereitschaft zu. In zahlreichen Fällen hat der Vermieter die Kosten für zusätzliche Schlösser an Fenstern und Türen nicht übernommen (14 %) und drei Prozent haben den Einbau sogar verboten.

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